„Plexiglas ist nicht die Lösung“: Eine Designerin und Arbeitsplatzexpertin über ihre Rückkehr ins Büro

Romina Hafner ist Designerin und gestaltet unter dem Synonym rohkonzept innovative Büroprojekte.

Zurück aus dem Homeoffice
Montag – es ist 8:30 und ich sitze noch fast allein im Büro. Obwohl in den letzten Tagen viele in meiner Bürogemeinschaft langsam wieder an ihren gewohnten Arbeitsplatz zurückgekehrt sind, merkt man doch, dass sich etwas verändert hat. Für einen ausgewählten Personenkreis sind die Wochen im Homeoffice nun gezählt und es macht sich ein Gefühl breit, das an die Rückkehr ins Büro nach dem letzten Urlaub erinnert: ‘Weißt du noch, letzte Woche um diese Zeit?’. Nicht für alle war das Homeoffice wie Urlaub, tatsächlich konnten nur wenige die Vorteile genießen, die das mobil-flexible Arbeiten normalerweise mit sich bringt: Höhere Produktivität, gesteigerte Motivation und entspannteres, selbstbestimmtes Arbeiten sind Gewinne, die für die meisten durch die psychische Belastung der Ausgangssperren, Mehrarbeit durch höhere Kommunikationsanforderungen, anstrengende Marathon-Videocalls und deutlich schlechtere Ergonomie getrübt wurden. Besonders hart getroffen, sind die Frauen und Männer mit Kinderbetreuungsaufgaben, welche neben ihren 40-Stunden-Jobs noch Hausaufgaben und Unterhaltungsprogramm für ihre Kinder einplanen mussten.

Wollen Homeoffice-Newbies weiterhin von zu Hause arbeiten?

Der Wunsch nach dem Office Workplace, dem Kaffeetisch-Plaudern und gemeinsamen Lachen ist groß. Gleichzeitig möchten viele ihr Büro zu Hause nicht aufgeben. Das suggeriert eine Blitzumfrage und die Diskussion mit den TeilnehmerInnen des Work Smart Austria Events „Homeoffice Extreme: Zeit für eine Retrospektive“.

Blitzumfrageergebnis: Fast die Hälfte der Homeoffice-Newbies wollen nach PersonalerInneneinschätzung weiter regelmäßig mobil arbeiten

10 Punkte-HR Checkliste fürs Comeback aus dem Homeoffice Extreme

Jetzt kommt sie: Die Zeit der „Lockerung“ und des Wiederrauffahrens! Und damit wohl auch langsam wieder die Rückkehr ins Office nach vielen Wochen im Homeoffice. Wie sollen sich die Organisationen und speziell die HR Verantwortlichen darauf vorbereiten?

Dazu gab es einige Tipps und Ideen bei der Kick-off Veranstaltung von Work Smart Austria zum Thema „Homeoffice Extreme: Zeit für eine Retrospektive“ letzte Woche. Nachdem ich (gerne auch dynamische) Listen liebe, möchte ich diese in eine Vorbereitungs-Checkliste für das Comeback aus dem permanenten Homeoffice mitaufnehmen:

Interview zur ORF Nominierung von Work Smart Austria für das Ö1-Casting neuer Ideen

Interview mit Journalistin Margit Atzler im ORF Radiokulturhaus.

Kurz vor dem Lockdown wurde ich eingeladen, das Unternehmensnetzwerk Work Smart Austria vorzustellen. Auf meiner U-Bahnfahrt zum Interview, der letzten vor einer 10-wöchigen Öffi-Abstinenz, hörte ich einen mitfahrenden Mitt-50iger am Mobiltelefon sagen: „Jetzt haben’s mich ins Homeoffice g’schickt. Na wenn ich später auch noch einen Tag die Woche zu Hause arbeiten kann, dann hat sich das Ganze zumindest irgendwie auszahlt.“ Soweit würde ich wohl angesichts der massiven Kollateralschäden der Covid19-Maßnahmen nicht gehen. Es unterstreicht aber die Sehnsucht der Menschen über Generationen hinweg, freier zu arbeiten.

Mit flexiblen Arbeitsmodellen und Vertrauenskultur können Unternehmen bei den Talenten sehr stark punkten. Gleichzeitig schaffen sie so die Voraussetzung für eine dynamische Innovationskultur. In der Work Smart Austria Community unterstützen sich Unternehmen gegenseitig dabei, wie sie die nächsten Schritte am besten angehen und wie schnelle, spürbare Erfolge trotz oft widriger Umstände erzielt werden können. Hier gehts zum Interview im letzten Teil des Radiobeitrags.